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Pilotprojekt «Iisdörfli Rüschlikon» wird nicht weitergeführt

10. Juli 2024

Das Pilotprojekt «Iisdörfli Rüschlikon» wird in der kommenden Wintersaison nicht weitergeführt. Dies hat die Betreiberin Gretener Gastro GmbH beschlossen. Grund dafür sind im Speziellen die sehr hohen Betriebskosten für die temporären Eisflächen neben der Sportplatzanlage Moos.

Das von der Gretener Gastro GmbH ins Leben gerufene «Iisdörfli Rüschlikon» hatte in der Wintersaison 2023/24 zum ersten Mal seine Türen geöffnet. Um das Projekt zu ermöglichen, steuerte die Gemeinde eine einmalige Anschubfinanzierung von 80'000 Franken aus dem Kulturbudget bei. Zudem stellte die Gemeinde in der ersten Saison die benötigen Flächen inkl. Infrastruktur (Anschlüsse wie Strom-, Trinkwasser- und Abwasser) im Gegenwert von 72'000 Franken kostenlos zur Verfügung.

Das liebevoll eingerichtete Holzchalet mit Fondue- und Raclette-Angebot und das temporäre Eisfeld sowie die Eisstock-Schiessbahn mit Verpflegungsbuden erfreuten sich grosser Beliebtheit bei den Gästen. Dennoch resultierte in der ersten Betriebs-Saison ein Defizit. Der Gemeinderat hat der Gretener Gastro GmbH daraufhin angeboten, das Iisdörfli für zwei weitere Saisons, zu den gleichen Bedingungen wie im ersten Jahr, finanziell zu unterstützen. Dies in Würdigung des Mehrwerts, den das Projekt für die Dorfgemeinschaft in den Wintermonaten zweifellos leistete.

Nach eingehender Analyse hat die Gretener Gastro GmbH entschieden, das Projekt auch unter Berücksichtigung der zusätzlichen Fördermittel der Gemeinde nicht weiterzuführen. Auch für die Folgejahre wäre der Betriebsaufwand höher geblieben als ursprünglich budgetiert. Dies hätte bedeutet, dass von dritter Seite, seitens der Gemeinde oder seitens bestehender und weiterer Sponsoren, ein substanzieller zusätzlicher jährlicher Unterstützungsbedarf nötig gewesen wäre.

Ohne potente Sponsoren nicht möglich
«Wir bedauern diese Entwicklung, denn das Iisdörfli kam sehr gut an», meint der zuständige Gemeinderat Urs Keim, Ressort Infrastruktur/Sicherheit. «Aber offenbar würde auch eine Ausweitung der Anschubfinanzierung nicht reichen.» Auch die Initiantin und Betreiberin des Iisdörfli, die Gretener Gastro GmbH, ist enttäuscht: «Wir haben insbesondere die hohen Betriebskosten für die beiden Eisflächen unterschätzt. Aufgrund der Erfahrungen der ersten Saison ist eine Weiterführung für uns einfach nicht machbar. Denn in der heutigen Zeit ist es fast unmöglich, Sponsoren im grösseren Umfang für solche Projekte zu finden. Das betriebliche Risiko für eine Fortsetzung wäre einfach zu hoch. Darum haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, die Reissleine zu ziehen», sagt Gretener. Die Gemeinde beteiligt sich im Sinne eines Defizitbeitrags an die Initialkosten mit zusätzlichen 40'000 Franken an der Abwicklung des Projektabbruchs und bedankt sich bei der Gretener Gastro GmbH für die Initiative und den Versuch, mit dem Projekt Iisdörfli einen wertvollen Beitrag zum Rüschliker Dorfleben beizusteuern.

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