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Leben in Rüschlikon

Bewusst im Wald unterwegs - Der Rüschliker Wald zwischen Nutzung und Naturschutz

Zusätzlich zum Seeufer bietet Rüschlikon auch einen attraktiven und gut begehbaren Wald als Naherholungsgebiet. Der Rüschliker Wald zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt und Strukturvielfalt aus. Förster Damian Wyrsch weiss, wie man am meisten aus einem Besuch des heimischen Erholungswalds macht.

Wer durch den Rüschliker Wald streift, ahnt es: Dieser, wie so manch urbaner Wald auch, wird inzwischen stärker durch den Menschen für Sport und Erholung genutzt als durch die Forstwirtschaft. Förster Damian Wyrsch kann das bestätigen. «Der Wald ist eine heile Insel und zieht immer mehr Menschen an», sagt er. 

Wald






 

Doch der Wald ist nicht nur Erholungsgebiet für Menschen, sondern primär auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen, erfüllt vielfältige Schutzfunktionen und liefert den wertvollen Rohstoff Holz. Die Gesamtwaldfläche beträgt rund 57.30 ha, das entspricht einer Fläche von rund 90 Fussballfeldern. Der Rüschliker Wald beherbergt auch Waldstandorte von naturkundlicher Bedeutung und mehrere ökologisch besonders wertvolle Objekte wie zum Beispiel das Naturschutzgebiet Leilöcher, den Krebsbach und die Eichenbaumreihe entlang der Längimoosstrasse. Auch über 25 Biotopbäume konnten schon bestimmt werden. Diese bieten eine besondere, oft seltene Lebensgrundlage für andere Lebewesen und sind ein wichtiges Vernetzungselement innerhalb und ausserhalb des Waldes. 

Förster Damian Wyrsch und sein Team sind täglich im Einsatz, damit der Wald all diese Funktionen erfüllen kann. «Ich möchte aufzeigen, dass sich Waldnutzung und Naturschutz nicht ausschliessen müssen», sagt er. 

Bewusst im Wald unterwegs
Wer den Rüschliker Wald besucht, sollte vor allem eines mitbringen: Zeit. So lässt sich die Waldumgebung bewusst wahrnehmen und geniessen, weiss Damian Wyrsch. Er nimmt das Verhalten der Besucher des Rüschliker Waldes als rücksichtsvoll und angemessen wahr. «Trotz der hohen Besucherzahl ist der Wald heute sauberer als vor 20 Jahren.»

Das funktioniert nur, weil sich die Besucher an wichtige Grundsätze halten. Etwa auf den vorgegebenen Wegen zu bleiben und die Tiere nicht zu stören. «Auch die Menschen geniessen die Ruhe im Wald», sagt Damian Wyrsch. Meist sind es Erholungssuchende aus der Umgebung, die sich in den Wald begeben. Die Schönheit des Rüschliker Walds machte allerdings auch schon über die Kantonsgrenzen hinaus von sich zu reden, so dass auch Besucher von weiter weg im Grün unterwegs sind. Auch vielen Hundebesitzern begegnet Damian Wyrsch. Hunde sollten immer unter Kontrolle sein, rät er den Hundebesitzern – die Präsenz der Hunde kann Stress für die Wildtiere bedeuten.

Damian Wyrsch selbst gefällt das Gebiet rund um das Forsthaus besonders gut. «Dort hat es mächtige Bäume», erklärt er. «Ich sollte wohl mal selber am Sonntag einen Spaziergang im Wald machen und mich nicht nur beruflich darin bewegen – das nehme ich mir für`s Wochenende vor», sagt er und lächelt.

Die Oase im Hochsommer
Der Wald lebt und verändert sich – zum Positiven, wie Damian Wyrsch feststellt. «Wir erreichen viel bei der Förderung der Artenvielfalt.» 

Das ist wichtig, denn die hohen Temperaturen in diesem Sommer sind nicht nur für die Menschen eine Belastung. Der Wald mag uns eine willkommene Abkühlung bieten, doch die Hitze setzt auch den Bäumen und anderen Pflanzen im Wald zu. Das Team von Damian Wyrsch entfernt Trockenschäden und abgestorbene Bäume aus Sicherheitsgründen laufend. Und gleichzeitig setzen die Förster seit Jahren gezielt auf Eichen, Kirschbäume und Föhren - Baumarten, die den heutigen Temperaturen standhalten.

Damian Wyrsch erinnert sich an die Ausbildung zum Förster vor über 35 Jahren. Der ökologische Wert des Waldes sei damals schon stark thematisiert worden – auch die Problematik der Fichte.

Mehr Natur im Wald
Wer den Rüschliker Wald betritt, mag sich vielleicht an herumliegenden Bäumen und Ästen stören. Doch auch das hat System und ist Teil eines umfassendes Waldpflegekonzepts. «Diese Flächen sind für verschiedene Tier- und Pflanzenarten sehr wichtig», erklärt Damian Wyrsch. So konnte er etwa schon mehrmals bei seiner Arbeit im Wald eine der heute selten gewordenen Waldschnepfen entdecken. «Ein Zeichen dafür, dass wir mit unserem Wald als Lebensraum richtig umgehen.»

Das Forstamt verzichtet so auch bewusst auf weitere Infrastrukturen wie z.B. Bänke im Waldareal, um das pure Walderlebnis zu erhalten. Damit bleibt der Wald auch für Tiere ein attraktiver Lebensraum.

Damian Wyrsch ist stolz auf das Gelingen seiner Arbeit im Wald von Rüschlikon. «Ich schätze die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden sehr», sagt er. Sie legen die Grundlage dafür, dass der Wald und dessen Besucher und Bewohner miteinander harmonieren.

Weitere Informationen zum Wald: 
https://www.rueschlikon.ch/dienstleistungen/24515 
https://www.waldschweiz.ch/de/wissen/waldbesucher 
https://www.freizeitwald.ch/de/waldbesuch/respektvoller-waldbesuch/wald-knigge 
https://www.pronatura.ch/de/2019/leitfaden-fuer-den-respektvollen-waldbesuch 
https://www.waldschweiz.ch/WaldSchweiz/05-wissen/waldeigentum/biotop-wald/leitfaden-biotop-wald.pdf

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