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Seewasser-Wärmeverbund

Rüschlikon ist seit 2013 Energiestadt und wurde 2018 für seine Anstrengungen im Bereich Energie und Klima re-zertifiziert. Auf diesen Lorbeeren ruht sich Rüschlikon aber nicht aus: Der Gemeinderat hat im Rahmen der kommunalen Energieplanung bereits 2018 die Machbarkeit eines Seewasser-Wärmeverbunds abgeklärt. Ziel dieses Projekts ist, das Gemeindegebiet von Rüschlikon durch einen skalier- und etappierbaren Energieverbund zu erschliessen. Damit sollen die öffentlichen Gebäude und diejenigen von interessierten Privateigentümern zeitnah mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Wärme zur Heizung von Gebäuden kann mittels Wärmepumpen umweltfreundlich aus dem in grossen Rohrleitungen zirkulierenden Seewasser gewonnen werden. So werden die fossilen Energieträger Heizöl und Gas ersetzt und die CO2 Belastung gesenkt. Dies ist ganz im Sinne der Energiestrategie 2050 des Bundes.

Machbarkeit gegeben
Im Bereich des Dorfkerns sind genügend Wärmeverbraucher vorhanden, d.h. eine gute bis sehr gute Energiedichte ist gegeben. Weiter konnte im Bereich der Seeuferanlage Schiffsteg ein geeigneter Standort für das (unterirdische) Pumpwerk gefunden werden, und die in den nächsten Jahren geplanten Strassensanierungen können mit dem Bau der Leitungen für den Wärmeverbund kombiniert werden. Die bestehende Heizzentrale im Schulhaus Gulliver kann zur Abdeckung von Spitzenbelastungen eingesetzt und weiterhin betrieben werden.

Planungsarbeiten haben begonnen
Der Gemeinderat hat den Kredit für das Vorprojekt freigegeben und die Helbling Beratung und Bauplanung AG, Zürich, als Bauherrenbegleiter beauftragt. Derzeit laufen die Planungsarbeiten. Das Projekt wird voraussichtlich im Frühsommer 2022 zur Abstimmung gelangen.

Im Energieplan berücksichtigt
Abgesehen vom Klimaschutz sinken mit dem Seewasser-Projekt auch die Energiekosten, je mehr Verbraucher sich anschliessen. Auch ohne die in Zukunft zu erwartende Zunahme der Kosten fossiler Energieträger sind die Kosten für die Endverbraucher mit 18-20 Rp/kWh konkurrenzfähig und günstiger als eine Erdsonden-Heizung. Den Hauptanteil bilden die Stromkosten für die Wärmepumpe in jedem angeschlossenen Gebäude. Daher hat der Gemeinderat im behördenverbindlichen Energieplan eine Zone für den Seewasser-Wärmeverbund Zentrum ausgeschieden, in dem der grösste Teil der öffentlichen Gebäude (Schulen, Gemeindehaus, Kirchen etc.) liegt. Über die weitere Planung dieses Grossprojekts wird der Gemeinderat laufend orientieren.
 

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